Ökonomische Zukunftsforschung

Was denkbar ist, ist auch möglich. (L. Wittgenstein)

 

 

 

 

 

Was ist ökonomische Zukunftsforschung? Zumeist versteht man darunter Prognosen – Trends und Projektionen von Langfrist-Entwicklungen, die die Wirtschaft künftig prägen werden. Wissenschaftliche ökonomische Zukunftsforschung hat damit jedoch nichts zu tun. Zwar berührt sie in der zukunftsforscherischen Praxis durchaus die Prognostik, ist jedoch als Gegenentwurf zu Vorhersagen begründet worden.

 

Der Ausgangspunkt: In komplexen und hoch dynamischen Umfeldern versagen Prognosen. Egal, wie gut Monitoring, Wahrscheinlichkeitsrechnungen und Big Data-Tools sind: Sofern die Gegenwart nicht mehr sinnvoll als Basis für die Erforschung der Zukunft taugt (weil letztere deutlich anders sein wird), brauchen wir neuartige Instrumente. Dafür steht Zukunftsforschung.

 

Das Buch beschreibt das Handwerkszeug der Disziplin, ihre ökonomischen Fundamente und beleuchtet die Anschlusspunkte an die BWL. Genutzt werden diese Werkzeuge nicht für konventionelle unternehmerische Herausforderungen, sondern für Spezial-Fragen wie radikale Innovationen, disruptive Marktabschätzungen und langfristig orientierte Organisationsentwicklung. Noch längst nicht jede Branche muss sich damit beschäftigen. Allerdings nimmt die Zahl derer, die mit Benchmarking, klassischen Entscheidungsprozessen und Kreativitätstechniken nicht mehr zurande kommen, zu. Für sie ist dieses Buch.

 

Inhalt:

 

  • Begriffliches und analytisches Grundgerüst, typische Fragestellungen

Wie wird Zukunft erforscht?

 

  • Programm und Wissenschaftsverständnis 

Wie geht das logisch: Etwas zu erforschen, was es noch gar nicht gibt?

 

  • Paradigmen – zwei Grundüberzeugungen

Prognostik versus Antezipation: Warum es einer Alternative zu Vorhersagen bedarf

 

  • Ökonomie und Zukunftsforschung

Welche (andere) Art von BWL ergibt sich daraus?

 

 

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