Warum Sensegiving?

Corona ist nicht nur medizinisch weit mehr als eine Grippewelle. Gesellschaftlich ist es der Anlass für einen beschleunigten globalen Systemwettbewerb (kommt China allmählich „in Frage“?). Im Westen markiert es geistig-spirituell einen Totalausfall. Gesundheitsbesorgte gegen Freiheitsbesorgte – das ist das Niveau.

In den USA ist der Thanksgiving Day die wichtigste Familienfeier des Jahres. Aus allen Landesteilen kommen sie zusammen und versammeln sich um den Truthahnbraten – ein Dankfest für alles Gute und allen Erfolg. Zwar hat der Tag ursprünglich eine religiöse Bedeutung (Erntegebet), wird aufgrund seiner gemeinschaftsorientierten Bedeutung aber genauso von Atheisten begangen. Hier geht’s nicht um Glaubenssysteme.

Bei uns auch nicht, um gemeinschaftliche Orientierung und Zusammenhalt aber schon. Wenn das Schlimmste vorbei ist, werden wir anfangen, nach Sinn und Bedeutung der Pandemie zu fragen. Was haben wir erlebt – und wozu? Seuchen hat es auch früher gegeben. Was ist an dieser anders? Ein neuartige Notstand à la #SchnellerImpfen?

Wir konturieren unter #Sensegiving eine Perspektive, die sich allmählich deutlich abzeichnet: Erste Gedankenspiele zu und mit neuem Sinn in einerCoronagesellschaft.Das traut sich niemand zu sagen: Dass der Wettlauf zwischen rasend schnell mutierendem Virus und Immunisierung ein längerfristiger sein wird. Dabei ist diese Perspektive inzwischen offensichtlich – und für immer mehr Menschen ein Skandal, in diesem Punkt als „Volk“ für dumm verkauft zu werden. Sofern nicht die Angst regiert und Führen durch Tabus ersetzt wird, ist das aber auch gar nicht grundstürzend „schlimm“: Wir haben gute Voraussetzungen, sowohl medizinisch als auch organisatorisch, die Situation in den Griff zu bekommen.

Unter zwei Voraussetzungen:

  1. Dass wir aufhören, das Offensichtliche zu leugnen. Das aktuelle Erwartungsmanagement seitens der Politik ist (aus mehreren Gründen) einer modernen, aufgeklärten Gesellschaft unwürdig. Niemand rechnet mit gottähnlichem Zukunftswissen bei den handelnden Akteuren, mit Umsicht, Planungsverstand und einem Horizont, der über das jeweilige Quartal hinausreicht, aber schon.
  2. Dass die Wissens- und Meinungseliten von seelischer Oberflächenpolitur („wird schon“, „noch ein bisschen durchhalten“) auf Diagnose umschalten. Derzeit ist das nicht erkennbar. Die Aussichten für den Pandemieausklang lauten aktuell: Dort weitermachen, wo wir vorher stehengeblieben sind. Endlich digitalisieren, Homeoffice eingliedern, Gesundheitssystem aufrüsten, das reduzierte Fliegen und Autofahren beibehalten, die neu gewonnene Work-Life-Balance beibehalten und entwickeln. Ist hier irgendetwas neu? War was?

Sind das die geistigen Erträge einer globalen Pandemie?

Nun, die Erbärmlichkeit des tiefen humanen Desinteresses, das sich in #C offenbart, ist kaum zu unterbieten. Unsere Position dazu: Dieses seltsame Phänomen liegt weder an mangelnder Intelligenz noch an mangelnden Mitteln. Es liegt daran, dass der Westen nicht hinschauen will.

Wir tun das. Corona bringt ein paar unangenehme Seiten unseres Lebensstils ans Licht. Zu tun haben diese Aspekte mit einem derzeit fast unvermeidbaren Buzzword der Managementszene: Purpose. Uns interessiert dabei die Schnittstelle von Gesellschaft und Unternehmen. Wo genau liegt das geistig-mentale Problem, das die Pandemie anstrahlt, und was können Akteure in der Wirtschaft jetzt – sinnvoll – tun? Aber Achtung: Zukunftsforschung investiert – geht ins Risiko – bei den richtigen Fragen, nicht bei den Antworten. Denn wenn es, wie suggeriert, gar keine neuen Fragen gibt, muss man sich über das Empfinden dumpfer Oberflächlichkeit der »Antworten« auch nicht wundern.

Next Sensegiving:
Ist »Sinngebung« notwendig, übertrieben oder überflüssig? Wird hier ein Bedürfnis nicht einfach herbeigeredet?

Deep Futures on the way

#C Bedeutung geben

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