Was bieten Gesellschaft und Firmen zur Krisenbewältigung an?

Wenn schon Deutung, Trost oder Sinn nicht im Angebot sind: Was hat der Westen dann »auf der Pfanne«, damit wir durchhalten? Und können sich Führungskräfte davon etwas abgucken?

Inmitten einer Pandemie ist nicht erwartbar (und dem Führungspersonal auch nicht zumutbar), dass voraussetzungsvolle geistige Flankierung geboten wird. Diejenigen, die für solches von Hause aus zuständig waren, haben schon lange abgedankt: Sofern man nicht selbst in einer kirchennahen Einrichtung tätig oder engagiert ist, konnte man das vergangene Pandemie-Jahr ohne jede geistliche Einordnung und kirchlich-institutionelle Begleitung erleben. Das ist sie dann wohl, die Säkularisierung. Sie bedeutet: Komme, was da wolle – und sieh selber zu.

Die Gruppe derer, die das merkwürdig finden und Säkularisierung ganz anders verstehen, wächst. Wir werden uns mit entsprechenden (säkular-modernen) Ansprüchen, die sich hier anmelden, noch beschäftigen („Querdenker“ sind nicht gemeint). Wir sammeln aber zunächst einmal ein, was denn stattdessen geboten wird – denn  selbstverständlich braucht eine Gesellschaft in einer pandemischen Situation mentale Handreichungen.  Die sind bei uns ganz praktisch, »vernünftig«, alltagstauglich-konkret – „X Tipps für den Hausgebrauch unter #C“ sozusagen (s. AHA-Regel).  Auszug aus unserer »Mind-Map«: 

  • Lass dich impfen! Gesundheitsschutz ist eigenverantwortlich-individueller Selbstschutz, die Entscheidung liegt ganz bei dir.
  • Selbstorganisation: Überprüfe deine Prioritäten! Wenn ein Kinderloser im Homeoffice kaum zum Arbeiten kommt und abends trotzdem geschafft ist, muss es wohl am eigenen Management liegen.
  • Glücksforschung: Hilf anderen! Kaum etwas befriedigt uns psychisch so sehr wie die Erfahrung, dass das eigene Handeln für Andere Bedeutung hat und wichtig ist. Schau dich um! Wem könntest du nützlich sein?
  • Das große Wir: Sei nicht egoistisch! Vielleicht hattest du #C schon – trag trotzdem Maske! Wir müssen zusammenhalten, Solidarität kommt vom Tun!
  • Unternehmer: Carpe diem! Nie war eine Situation so günstig, um die Betriebsorganisation auf den Prüfstand zu stellen. Synergiepotenziale sind vielen überhaupt erst in den letzten Monaten aufgegangen – geh von vornherein verändert und modernisiert in die Nach-#C-Zeit!
  • Gesellschaftliche Gruppen: Lasst Gemeinschaftserlebnisse nicht ungenutzt! Wir brauchen Schub für eine Modernisierung des Gesundheitssystems, Geld für bessere Pflege, ehrenamtliches Engagement für die Unterstützung der Bedürftigen! #C dokumentiert solche Not – macht sie sichtbar und fühlbar, umso leichter fällt hinterher der Wandel!

Und und und.  Unsere heutigen Bibeln sind Listen aus der Behavioral Science. Über so etwas können sich alle freuen – Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, #C-Bewältigung at its functional best, und ein Hauch von moralisch Erhebendem ist auch dabei.

Antwortet das auf menschliche Bedürfnisse in einem Lockdown? Hilft es, verordnete Asozialität lebbar, erträglich zu machen, besser akzeptieren und in die eigene Lebenslinie einfügen zu können? Glauben Sie, dass Sie damit Mitarbeitende auf substanzielle Weise binden, Kunden mit Authentizität überzeugen und Ihre Marke sozial profilieren? Bezeugt das Nachhaltigkeit und »Corporate Social Responsibility«? Wollen Sie so führen?

Die Leserin entscheidet.
Zukunftsforscherisch betrachtet, ist das eine zeitlogische Übersprunghandlung (in Katastrophenzeiten nicht selten): ein Rückfall in die Barbarei in Kombination mit dem neuestem heißen Stuff aus den Wissenschaften.

Next sensegiving:
Blick in die Anthropologie. was sagt denn sie: Wie übersteht mensch Krisen? Hat sie Tipps parat?

Deep Futures on the way

#C Bedeutung geben

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