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Innovationsplanung in VUCA-Märkten

»Corporate Foresight« ist der Name für Zukunftsforschungsbereiche in Konzernen. In solchen Abteilungen werden Langfrist-Innovationen, zumeist radikalerer Art, entwickelt und zur Marktreife gebracht. Im Buch wird am Beispiel der Entstehung des Stadtwagens »Smart«  [im Daimler-Konzern in den 1990er Jahren] exemplarisch dargestellt, wie solche Prozesse ablaufen. Viele Lernkurven daraus lassen sich verallgemeinern. Im Nachwort geht es um die Unterschiede zu Forschungs-, Denk- und Bewertungsschemata, wie sie typisch sind für klassisch-betriesbwirtschaftliches Innovationsmanagement. Autoren: Eckard Minx, ehem. Leiter der Zukunftsforschung des Konzerns und Mit-Gründer der DENKBANK & ehem. Mitarbeiterin des Bereichs


 

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Vormarkt-Wettbewerb

Was ist das?Was macht man damit?Nie davon gehört. Wo steht das?
Ökonomische Zukunftsforschung ist »Premarket Competition«: Der Wettbewerbserfolg wird VOR dem Marktgang entschieden. Grund: Der zentrale Engpass ist heute - auf globalen, hochdynamischen Märkten - nicht mehr monetäres, sondern geistiges Kapital. Und Europa gehen die Durchbruchinnovationen aus, daher die Relevanz des Ansatzes.
Mit Hilfe von Markt-Projektionen, Markt-Umfeld-Szenarien o.Ä. Kundenbedürfnisse und künftige Technologie- oder auch Produktnutzungen vorwegnehmen. Eigenes Tool-Kit der Zukunftsforschung
In Europa eher unbekannt, Schnittstellen gibt's zur Entrepreneurship-Forschung. Im Management haben Hamel/Prahalad dieses Denken eingeführt, bereits in den 1980er Jahren (»Wettlauf um die Zukunft« hieß ihr Buch). Die entsprechenden Praxismuster finden Sie in unseren Büchern, insbes. "Ökonomische Zukunftsforschung" und "Silicon Valley als unternehmerische Inspiration"

antezipieren | vorwegnehmen, von lat. antecapio: ante = vor(her) und capere = nehmen (nicht: anti-zipieren | etwas-entgegensetzen, mit dem Kopf durch die Wand)

In der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts ist der Engpass nicht mehr das ökonomische, sondern das kreativ-geistige Kapital. Genau das definiert heute Märkte.

Planungsfokus: Welche strategische Orientierung zur Zukunft (!) Ihres Marktes passt (das ist betriebswirtschaftlich kontraintuitiv)

Bewertung von Qualität und Passung solcher Planung: Anhand von Sache, Sozialem (Organisation und Menschen) und Zeit (= komplex!)

Ziel: Sicherung von Überleben, einer Langfristperspektive, ökonomischer Generativität [ʁeziˈli̯ɛnt͡s]. Und nicht mehr die maximale Ausschöpfung eines Produktlebenszyklus'


In anglo-amerikanischen Ländern findet vormarkt-wettbewerbliches Denken erheblich mehr Resonanz in Management, Unternehmensführung, in Non-Profit-Organisationen und bei gesellschaftspolitischen Vordenkern als hierzulande. In unserer Wirtschaft will, wer Geld ausgibt, einen »reellen« Gegenwert – der sichert hier den scheinbaren Anwendungsbezug und den Druck, sich down to earth zu orientieren. Dass auch Zukunftsvorsorge handfest und professionell betrieben werden kann, gilt deshalb häufig als Kuriosum.

Eine wirklich gute Idee erkennt man daran,
dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen erscheint.
Albert Einstein

Peter F. Drucker, Tom Peters, Peter Schwartz oder Gary Hamel, um wenige herauszugreifen, haben die spezifische Haltung, die Zukunftsforschung gegenüber Zukunftsfragen einnimmt, längst auch außerhalb der universitären Sphäre bekannt gemacht. In Europa gehen unsere Nachbarländer anders damit um als Deutschland. Die Franzosen zum Beispiel pflegen seit Jahrzehnten in ihrer École de Guerre die Ursprungstradition dieses Denkens (Militär) und betreiben wirtschaftspolitische 'Kriegsspiel-Simulationen' zur Ausbildung ihres Führungsnachwuchses.

Buch *Silicon Valley-Innovationen*

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